1. Private
  2. Investieren lernen
  3. Grundlagen Anlegen
  4. Wie funktioniert investieren?

Wie funktioniert investieren?

Wie investiere ich richtig? Es ist unserer Meinung nach einfacher als viele denken. Erfahren Sie hier, wie Sie die Chance haben, erfolgreich in die Welt der Geld­anlage einzusteigen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen, welche Chancen und Risiken bestehen und wie Einsteigerinnen und Einsteiger am besten starten.

Zwei junge Frauen sitzen lachend an einem Laptop

Deshalb lohnt sich investieren

Sie wollen die Chance haben, Ihr Vermögen zu vermehren und haben sich finanzielle Ziele gesteckt? Dann sollten Sie sich mit Finanz­anlagen auseinandersetzen. Im Gegen­satz zum traditionellen Sparen bieten Investitionen in Aktien, Anleihen, Immobilien oder Fonds potenziell höhere Renditen – insbesondere in Zeiten tiefer Zinsen. Durch die Nutzung von Zinses­zinsen und langfristigem Wachstum kann das investierte Kapital über die Zeit erheblich steigen, damit wichtige Lebens­ziele erreicht werden können. Zu denken ist beispielsweise an den Kauf eines Hauses, die Ausbildung der Kinder oder die Vorsorge im Hinblick auf den Ruhestand.

Darüber hinaus kann Investieren helfen, die Auswirkungen der Inflation zu be­kämpfen. Während die Kaufkraft des Geldes auf einem Sparkonto durch die Inflation tendenziell laufend abnimmt, können gut durchdachte Investitionen den Wert eines Vermögens erhalten oder sogar steigern. Eine diversifizierte Anlage­strategie kann das Risiko reduzieren und ermöglicht es, von verschiedenen Markt­chancen zu profitieren.

Mit diesen Schritten können Sie richtig investieren

  1. Setzen Sie sich ein klares Ziel, bevor Sie investieren.
  2. Beschaffen Sie sich Informationen. Die Grundlage für einen erfolgreichen Vermögensaufbau bildet die gründliche Informationssuche zu den Anlage­möglichkeiten.
  3. Legen Sie die Anlageklassen fest. Sie können Ihr Geld beispielsweise in Aktien, Obligationen oder Immobilien investieren.
0%

Welche Kosten entstehen für meine Geld­anlage?

Wenn der Wert Ihrer Geld­anlage steigt, landet der Gewinn nicht automatisch auf Ihrem Konto. Bei Investitionen in Wert­papiere werden Gebühren fällig. Bei Aktien fallen Transaktions­kosten für jeden Kauf und Verkauf sowie Depotgebühren an. Bei Fonds und ETFs werden die Kosten für die Verwaltung und weitere Aufwendungen unter dem Kürzel TER (Total Expense Ratio – Gesamtkostenquote) zusammengefasst. Fremdwährungsfonds beinhalten zusätzlich Wechselkurszuschläge.

Tipp: Diese Gebühren können Ihren Anlageerfolg schmälern. Prüfen Sie daher die Gebühren genau und vergleichen Sie verschiedene Anbieter. 

Wann sollte ich mit dem Investieren anfangen?

Den perfekten Zeitpunkt, um ins Anlagege­schäft einzusteigen, gibt es nicht. Sie können somit den richtigen Moment auch nicht verpassen. Beginnen Sie grund­sätzlich erstens so früh wie möglich und zweitens investieren Sie kontinuierlich. Je länger Sie investiert bleiben, desto schneller wächst Ihr Vermögen in der Regel. Das Geheimnis dahinter ist der Zinseszins­effekt, der zu einem exponentiellen Wachs­tum Ihrer Investition führen kann. Diesen Effekt können Sie beschleunigen, wenn Sie kontinuierlich investieren, zum Beispiel jeden Monat 100 Franken.

Wie fange ich mit investieren an?

Um mit Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren zu handeln, benötigen Sie ein Wertschriften­depot bei Ihrer Bank oder einer spezialisierten Online-Plattform. Dieses digitale Depot bewahrt Ihre Wertpapiere elektronisch auf und ist mit einem Konto verknüpft. So können Sie Wertpapiere kaufen und verkaufen sowie Dividenden und Zinsen erhalten. 

Annahme: Monatliche Einzahlung von CHF 100 seit Januar 2010 in einen ETF auf den MSCI World, vor Kosten

Sechs Schritte zum Einstieg in den Finanzmarkt

Schritt 1: Informieren und Sparpotenziale ermitteln

Anfängerinnen und Anfänger sollten sich gründlich über Geldanlagen informieren und die verschiedenen Möglichkeiten des Vermögensaufbaus verstehen. Bevor Sie in Aktien oder Obligationen investieren, lohnt sich auch ein Vergleich der Renditen und Kosten der verschiedenen Anbieter. Dabei gilt. Vergangene Kursentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Renditen und Investitionen in Wertpapiere sind immer mit Risiken verbunden. 

Schritt 2: Ziele definieren und Anlagestrategie festlegen

Altersvorsorge, finanzielle Freiheit oder Wohneigentum? Es gibt viele Gründe, ein Vermögen aufzubauen. Je früher Sie beginnen, desto schneller erreichen Sie Ihr Ziel.

Einsteigerinnen und Einsteiger sollten dazu eine persönliche Anlagestrategie entwickeln. Diese legt fest, wie viel Geld über welchen Zeitraum investiert werden soll, welche Rendite angestrebt wird und welches Risiko akzeptabel ist. Wer erste Erfahrungen sammeln möchte, sollte mit einem kleineren Betrag starten. 

Schritt 3: Passende Anlageklassen wählen

Den Anlegerinnen und Anlegern steht eine Vielzahl von Anlageformen zur Verfügung. Je nach Strategie und persönlichen Präferenzen lassen sich diese kom­bi­nieren. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Anlageformen:

  • Aktien bieten langfristig attraktive Renditechancen.
  • Obligationen sind eher konservative Anlagen, die eine feste Laufzeit aufweisen und jährlich verzinst werden.
  • Fonds reduzieren durch Diversifikation in einzelne Titel das Risiko von Verlusten.
  • ETFs (Exchange Traded Funds) sind in der Regel passiv verwaltete Fonds, bei denen ein Börsenindex oder ein Basiswert abgebildet werden.
  • Indexfonds und ein ETF (Exchange Traded Fund) haben viele Gemeinsamkeiten, aber es gibt auch einige wichtige Unterschiede. Beide sind Anlageinstrumente, die darauf abzielen, die Wertentwicklung eines bestimmten Marktindex nachzubilden, aber sie unterscheiden sich in ihrer Struktur und Handelsweise.
  • Weitere Anlageklassen: Immobilien, Rohstoffe, Geldmarkt und Kryptowährungen

Schritt 4: Risikostreuung überprüfen

Risikostreuung (Diversifikation) ist entscheidend für den Vermögens­aufbau. Durch die Verteilung Ihres Geldes auf verschiedene Anlage­klassen minimieren Sie in der Regel das Verlustrisiko. Sie könnten zum Beispiel einen Teil in Aktien einzelner Unter­nehmen investieren und einen weiteren Teil in ETFs anlegen. Anleihen gelten als risikoarm, während Einzelaktien, Fonds und ETFs in der Regel ein höheres Risiko bergen.

Diversifikation ist auch innerhalb einer Anlageklasse möglich. Einige Aktien sind riskanter als andere, und Fonds sowie ETFs können unterschiedliche Risikoprofile haben, je nach den enthaltenen Vermögenswerten.

Schritt 5: Geld anlegen

Nachdem Sie die Auswahl der Anlageklassen getroffen haben, können Sie mit dem Anlegen starten.

Um mit Aktien, Anleihen und anderen Wertpapieren zu handeln, benötigen Sie ein digitales Wert­schriften­depot bei Ihrer Bank, welches mit Ihrem Konto verknüpft ist. Darin werden Ihre Wertpapiere elektronisch aufbewahrt. Nun können Sie Wert­papiere kaufen und verkaufen und erhalten gegebenenfalls Dividenden und Zinsen gutgeschrieben.

Schritt 6: Anlage-Portfolio regelmässig überprüfen

Ist das Portfolio aus verschiedenen Anlageklassen und Anlageprodukten erstellt, beginnt der langfristige Vermögensaufbau. Dabei ist es wichtig, sich mindestens einmal im Jahr Zeit zu nehmen und die Finanzen auf nachfolgende Fragen zu überprüfen.

  • Passen die Geldanlagen noch zu den persönlichen Bedürfnissen?
  • Haben sich die eigenen Ziele in der Zwischenzeit geändert?
  • Entsprechen die Geldanlagen noch dem persönlichen Risiko-Rendite-Profil?
  • Wirken sich Veränderungen am Markt stark auf die Geldanlage aus?